Verlust, Resilienz und Hoffnung Eine religionspädagogische Perspektive in der spätmodernen Verlustgesellschaft
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Abstract
Ausgehend von der von Andreas Reckwitz entwickelten Diagnose einer spätmodernen Verlustgesellschaft fragt der Beitrag nach den religionspädagogischen Implikationen struktureller Verlusterfahrungen im Horizont von Resilienz und Hoffnung. Resilienz wird dabei theologisch nicht als individuelle Anpassungsleistung, sondern als relationale Praxis entfaltet, in der Glaube, Hoffnung und Liebe als transformative Orientierungsressourcen wirksam werden. Hoffnung erscheint als von Gott her eröffnete, kulturell vermittelte und sozial eingeübte Praxis – als doing hope – die religionspädagogisch als lernbare Kompetenz erschlossen werden kann. Abschließend werden kritische Rückfragen an Reckwitz formuliert, die seine Rahmung hinsichtlich eurozentristischer Vorannahmen und der Marginalisierung religiöser Deutungspotenziale befragen.
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