Der Jude Jesus als Dreh- und Angelpunkt der Orientierung (an) der Kirche in einer Zeit des gesellschaftlichen Klimawandels
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Abstract
Trotz Jahrzehnten des jüdisch-christlichen Dialogs seit der Schoah, trotz Zurückdrängens von explizitem Judenhass in christlicher Theologie, Liturgie und Katechese ist eine nachhaltige und tiefgreifende Revision einiger christlicher Glaubensvorstellungen und deren Ausdrucksweisen immer noch ausständig, dahingehend, dass in ihnen keinerlei Antijudaismen, auch nicht in sublimer, subtiler Form, mehr zutage treten.
Orientiert sich theologisches und gesamtkirchliches Handeln an den vielbeschworenen „Zeichen der Zeit“, so ist es gerade angesichts weltweit eminent wiederaufflammender Antisemitismen höchstes Gebot der Stunde, das Judesein Jesu ins Zentrum der theoretischen Auseinandersetzung und praktischen Umsetzung zu stellen, von diesem ausgehend mit der über 1500-jährigen Geschichte christlicher Antijudaismen aufzuräumen und so „der Gesellschaft“ Orientierung bieten zu können.
Welche konkreten Schritte für eine solche Neuorientierung kirchlichen Redens und Handelns notwendig sind, wird in diesem Beitrag u. a. anhand von Liedtexten des Gebet- und Gesangbuches Gotteslob näher erläutert.
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